Premiere auf dem Roten Felsen
Horst Battig vom Lauftreff des TV Schwanewede beim ersten 10-Meilen-Lauf auf Helgoland

Helgoland / Schwanewede.
Ein Sonnabendmorgen, 9.15 Uhr, Unterland Helgoland, strahlender Sonnenschein. Wer hier an den Start geht, braucht mehr als gute Beine: Gespür fürs eigene Tempo, Respekt vor Wind – und vor dem „Düsenjäger”.

Der Name ist Programm. Rund 200 Meter lang, bis zu 40 Prozent Steigung – der Anstieg vom Unter- ins Oberland ist das Herzstück jeder Runde auf Helgoland. Beim neuen 10-Meilen-Lauf wartete er gleich dreimal – und dreimal ging es danach steil bergab zurück ins Unterland.

Horst Battig vom Lauftreff des TV Schwanewede war dabei, als am 9. Mai 2026 erstmals ein 10-Meilen-Lauf im Rahmen des GEROLSTEINER Helgoland-Marathons ausgetragen wurde. Drei Runden à 5,25 Kilometer plus eine Startvorgabe – insgesamt 16.093 Meter über einen Kurs, den man nicht unterschätzen darf.

Helgoland ist kein normaler Laufkurs. Enge Wege, wechselnde Untergründe, hügeliges Gelände, ein stetiges Auf und Ab, auf dem Klippenrandweg kein Schutz vor dem Nordseewind. Was entschädigt: der weite Blick aufs Meer und auf die „Lange Anna”, den freistehenden Sandsteinfelsen, der seit Jahrzehnten das Wahrzeichen der Insel ist.

Der VfL Fosite Helgoland richtet den Marathon seit 1998 aus. Zum klassischen Marathon über acht Runden und dem Mini-Marathon über eine Runde kommt der 10-Meilen-Lauf als dritte Distanz hinzu.

Horst Battig erreichte das Ziel in 1:48:07 Stunden als 52. im Gesamtfeld. In der Altersklasse M70 belegte er Rang 4.

Auf Helgoland gilt das Ankommen als eigene Leistung. Wer dreimal über den Düsenjäger läuft, weiß warum.